Psychische Erkrankungen werden zum Thema im Berufsleben

Jährlich berichten die Kassenverbände über Krankmeldungen der Versicherten. Im neuen AOK-Fehlzeitenreport wird ein alarmierender Anstieg der Krankmeldungen wegen Burn-Out, Depression und anderen psychische Erkrankungen gemeldet:  seit zehn Jahren    eine überproportionale Steigerungsate von fast 80% Prozent. Bei den Ausfallzeiten liegen depressive Erkrankungen an der Spitze der Fehltage: Im Duchschnitt 26 Tage, im Vergleich dazu liegen die Fehlzeiten bei anderen Krankheiten bei 12 Tagen. Insgesamt stieg die Zahl der psychisch Erkrankten, aber auch die  Ausfallzeit pro Patient.  Ähnliches berichtete die Technikerkrankenkasse vor zwei Jahren.

Bei einer Umfrage von 2000 Beschäftigten gaben 52% an, schon einmal wegen psychischer Belastungen arbeitsunfähig gewesen zu sein. Bei den Gründen für die Krankheit werden private Schwierigkeiten genannt, aber auch Arbeitsbelastungen spielen eine Rolle.

Neben analytischen Beiträgen und Praxisbeispielen wird in dem Report schwerpunktmäßig betriebliches Gesundheitsmanagement behandelt. So gelten z.B. 1/3 der Mitarbeiter in sozialen und Pflegeberufen als Burnout-gefährdet. Vorgesetzte spielen eine Schlüsselrolle:  die richtige Ansprache der Betroffenen, Sonderurlaub, flexiblere Arbeitszeit können zur Entlastung der kranken Mitarbeiter führen. Die Kassenverbände berichten von Gesprächsbereitschaft der Unternehmen über das Thema „Gesundheitsmanagement“, auch überbetriebliche Präventionsangebote werden wahrgenommen.

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